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Eine ironische Selbstreflexion

Liebe Leser, was soll ich sagen! Ich war Corona positiv. Besorgte Anrufe meiner Freunde und Verwandten vermittelten mir den Eindruck , dass ich mich in höchster Lebensgefahr befände. Dem kann ich mit einem ganz klaren "Nö" antworten. Wie kann ich mich erdreisten entgegen des Mainstreams eine solche Aussage zu treffen? Ganz einfach, weil ich als Betroffener Ihnen gerne berichten möchte.

Nach einer ungünstigen Vorgeschichte bekam ich am Freitagabend den 15. Januar starke Hustenanfälle. Zum Sonntag hin steigerten sich diese zu heftigen Hustenattacken, die von leichtem Fieber begleitet waren. Als besorgter Bürger rief ich am Montag meinen Hausarzt an, der meine Ansicht eines Grippalen Effekts teilte, aber als Vorsichtsmaßnahme einen PCR-Test empfahl. Gesagt getan, am Dienstag den 19. Januar wurde ich vorstellig und bekam am 20. Januar den positiven Befund telefonisch übermittelt. Tags darauf kontaktierte mich das Gesundheitsamt und überbrachte die frohe Botschaft in Form der Quarantäne. Das Ordnungsamt Waghäusel kam der Pflicht nach und übermittelte per Post die Auflage zur häuslichen Absonderung. Rumms, das saß. Mit dieser restriktiven Maßnahme war ich erst mal platt.

Genug der Ironie zurück zum Krankheitsverlauf. Wie nicht anders zu erwarten, steigerte sich das Krankheitsbild analog einer Influenza. Am Mittwoch den 20. bis einschließlich Freitag den 22. Januar, hatte ich meine höchste Körpertemperatur   von 38,5 Grad. In diesem Zeitraum verlor ich meinen Geschmacksinn. Für mich nicht unbedenklich, da ich in meiner Lebensspanne von fast 58 Jahren, drei Mal eine schwere Influenza auszustehen hatte, die die gleichen Symptome aufwies, nur hatte ich damals bedenkliche Temperaturen über 40 Grad und Wahrnehmungsstörungen. Danach ging die Köpertemperatur innerhalb von vier Tagen auf Normalstand 36,5 Grad zurück. Leider blieben die unregelmäßigen Hustenattacken erhalten. Es war kein schmerzhaftes Husten, sondern einfach nur lästig. Erschwerend kam hinzu, dass ich vom 27. Januar bis einschließlich 4. Februar morgens klatschnass aus dem Bett stieg. Dieses Anzeichen machte mir deutlich, dass mein Immunsystem wirkungsvoll gegen den unerwünschten Eindringling reagierte. Dies bewies auch der am Mittwoch den 10. Februar durchgeführte Antikörpertest, der auf vollen Ausschlag hinwies. Leider kostete er mich fast 40,00 Euro, die ich aus eigener Tasche bezahlen musste. Wissenschaftlich ausgereifte Prüfverfahren sind wohl in unserem Gesundheitssystem nicht erwünscht. Im Laufe dieser Woche, blieben die Temperaturen im normalen Bereich, auch das Husten trat nur noch gelegentlich auf. Um auf der sicheren Seite zu sein, vereinbarte ich mit meinem Hausarzt am 12. Februar einen Schnelltest, der mich nochmals 50,00 Euro kostete. Der Vorteil des Schnell- gegenüber dem PCR-Test ist jener, dass der Schnelltest nur die aktiven Coronaviren anzeigt und nicht die Fragmente, zu gut Deutsch die nicht ansteckenden Teilstücke. Dieser Test ging zu meinen Gunsten negativ aus. Somit konnte ich am 15. Februar meinen geregelten Tagesablauf mit gutem Gewissen antreten.

Mein Fazit für Menschen mit gesundem Immunsystem und ohne Vorerkrankungen besagt die Überschrift. Machen Sie sich nicht hysterisch, sehen Sie es positiv. Ich persönlich habe etwas Gutes abgewonnen. Durch dieses ach so böse Virus habe ich fünf Kilogramm abgenommen und bin von meinem Idealgewicht nicht mehr weit entfernt.

Bleiben Sie gesund und optimistisch.

Ihr Ingo Rickersfeld.

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